Philosophie für jedermann – partizipativer Dialog

hiermit möchte ich Euch ganz gerne daran erinnern, dass unser nächstes Treffen am 12.9, um 19:00 ist..
Wir werden uns wie immer in dem gemütlichen Mainzer7-Lokal treffen.
Wie vereinbart, soll das Thema: „Interne Kommunikation“ sein.
Es würde mich sehr freuen, Euch alle wieder zu sehen.

Hernán Silva-Santisteban Larco

Heil- und Energiearbeit mit Artur Asoyan

Artur Asoyan führte schon im vergangenen Januar in den Räumen der Mainzer7 ein Wochenend-Seminar durch, das von etwa einem Dutzend TeilnehmerInnen besucht wurde. Es war allgemein das Bedürfnis, diese Arbeit fortzuführen und zu intensivieren.
So wird im Januar 2013 wieder ein intensiv – Seminar stattfinden Details unter 030 61203861 erfragen (Karen Dahler, Thomas Maurenbrecher)

Inhalte der Ausbildung:

Schulung der Wahrnehmung und Aktivierung der Lebensenergie.
Sehen und Arbeiten über das 3. Auge.
Übungen zum diagnostischen Sehen.
Erlernen von Behandlungstechniken mit Energie. Meditationen zur Stärkung des Energieflusses und der Wahrnehmungsfähigkeit. Unterstützung der Selbstheilung und ICH- Findung durch Meditationen mit Symbolen.
Ethik und Kulturgeschichte des Heilens.

Kursinhalte der Intensivkurse:

Für Fortgeschrittene Angebote in Intensivkursen, die sich in den Inhalten an den Wünschen und dem Ausbildungsstand der Teilnehmer orientieren.

Zur Person von Artur Asoyan:

Er wurde 1960 in Erivan, der Hauptstadt der Republik Armenien, im Kaukasus geboren, lebt und arbeitet dort als Künstler, Reiseführer und ist Herausgeber von Übersetzungen alter, armenischer Schriften und Bücher.
Früh weiß er um seinen spirituellen, seherischen und heilenden Kräfte, mit 19 folgt er dem Vorbild und Auftrag seines Großvaters und schult seine Fähigkeiten.
Artur schöpft aus dem religiösen bewusst sein seines christlichen Volkes und den uralten Überlieferungen traditionellen Wissens, die er bei Begegnungen mit seinen Lehrern und auf vielen Reisen zusammen getragen hat.
Besonders konzentriert er sich auf die Möglichkeiten der therapeutischen Anwendungen von Energie und deren Weitergabe an die Menschen.
Energie ist immer und überall da.
Diese Erkenntnis trägt und belebt seine Lehrtätigkeit.
Seine Seminare vermitteln selbst Erfahrung und ICH- Findung in Pisa, spiritueller Weise.

Die Veränderung der affektiven Gewohnheiten und die Erkenntnis des Göttlichen in sich (Atman) in der Vedanta-Philosophie

Workshop mit Hans Torwesten
Vortrag und Aussprache

Die indische Vedanta-Philosophie gilt vielen als „trocken“. Doch schon ein Blick in ihre eigentlichen Quellen, vor allem die Upanishaden, zeigt, dass sie voller poetischer Kraft ist. Durch die Betonung der Bhakti, der liebenden Hingabe an den persönlichen Gott, haben spätere theistische Vedanta-Systeme das emotionale Element noch verstärkt: Die Gefühle wurden nicht unterdrückt, sondern ihr gewaltiges Potential wurde benutzt, um Gott so nahe wie möglich zu kommen. Sämtliche Gefühle – selbst negative! – , die wir in zwischenmenschlichen Beziehungen kennen, wurden verwandelt und auf Gott übertragen.

Aber auch der Advaita-Vedanta, der nicht so sehr die Liebe zu einem persönlichen Gott betont, sondern die Erkenntnis (Jnana) und Verwirklichung des überpersönlichen Absoluten (Brahman) und des wahren Wesenskerns in allen Wesen (Atman), kommt ohne Leidenschaft nicht aus. Denn diese Verwirklichung unserer wahren Natur erfordert den ganzen Einsatz des Menschen – sie ist keineswegs nur durch intellektuelle Überlegungen zu haben. „Wer Brahman erkennt, wird Brahman,“ heißt es in den Upanishaden. Es handelt sich um eine „heißglühende“ Metaphysik, und wer sich ihr einmal wirklich aussetzt, wird nie mehr von ihr loskommen.

Wann: 22. Sept. 19:00 Uhr und 23. Sept. 11:00 Uhr
Wo: Kulturraum Mainzer7, Mainzer Str. 7, 12053 Berlin (U7/ U8 Hermannplatz)

Hans Torwesten hat mehrere Bücher zur Vedanta-Philosophie und zu einem eigenständigen Inneren Weg veröffentlicht, der das innere Christuserlebnis (Westen) mit dem göttlichen Kosmos (Osten) verbinden möchte. Heute lebt er als Maler im Chiemgau.

Wenn man nach dem ersten Stirnrunzeln ob eines solchen Themas in unser kollektives philosophiegeschichtliches Arsenal hineinschaut, taucht der Weltwille bei Schelling und Schopenhauer auf… oder, noch viel früher, das Ausfließen des Logos bei Platin. Und die heroischen Leidenschaften bei Giordano Bruno natürlich. Liegt lange zurück, denkt man, es gibt Vorbehalte gegenüber dem objektiven Geist bei Hegel, der Fundamentalontologie Heideggers… Wir wollen zu hinreichend sicherem Wissen gelangen, zu Klarheit, die auf dem gesunden Menschenverstand basiert, pochen die analytischen Philosophen… Metaphysik ist zwar nicht falsch, aber sinnlos, sagen sie und schnüren den Sack jeglicher spekulativer Philosophie zu. Sie wollen endlich nach angebbaren Kriterien die wahren von den falschen Sätze unterscheiden können…
Und dennoch: Wir haben heute ja eine ausgearbeitete universelle Formalsprache, die die wichtigsten Forderungen der analytischen Philosophie erfüllt. Aber wir leben in einer neuen Unübersichtlichkeit von Welt, in der wir uns nicht aufgehoben fühlen, wenn wir mehr sein wollen als eindimensionale Mensche und nach dem eigentlichen Leben suchen, uns vielleicht aufschwingen wollen zu Kriegern des Herzens. Mit den Rätseln leben, nicht nur angesichts der Evolution des Kosmos.

Dann ist der Mensch doch göttlich? In Ausnahmefällen schon, sagt die Fama: Wenn du Eleonora Duse oder Nijinsky bist, spielst und tanzt. Wir andern fahren im >Trunkenen Schilf (Bateau Ivre)< dahin, mal wieder außer uns geratene Maschinen. Maschinen sind wir alle, ruft Lamettrie aus dem philosophischen Unterstübchen der Französischen Revolution. Goldmedaillen regnet es auf gut trainierte junge Maschinen-Körper – falls der Doping – Haussegen nicht schief hängt.
Doch, Göttliches ist in uns! Wir müssen nur unser Seelenfünklein erspüren, wie Meister Eckhart das nennt. Der den Mut fand, zugrunde zu gehen, zu seinem Grunde zu gehen. Damals. Und vor noch nicht allzu langer Zeit hielt ein sprühender junger Philosoph, Vladimir Solowjow, in einem Hörsaal an der Newa seine >Vorlesungen über das Gottmenschentum Und der 30 jährige Vivekananda, dieser hinduistische Mönch aus dem off, sprach 1893 in einer seiner Grußadressen an das Parlament der Religion in Chicago über den Frosch auf der Eisenbahnschwelle, in dem das ganze Leben des Kosmos pulsiert, während ein Eisenbahnzug herandonnert, der in all seiner Kraft doch nur Mechanik ist. Und der Frosch hüpft im letzten Moment beiseite.

Es lohnt sich, sich auf die Weisheit Indiens einzulassen, die aus Hymnen und Mantren, der Gita und dem philosophischen Kernstück der Upanishaden strömt. Der Hinduismus ging immer wieder durch tiefgreifende Reformen, wenn er auszutrocknen drohte. Da gibt es nicht den Primat des Denkens für die Erkenntnis wie im Westen, sondern vier Hauptwege des Yoga, die gleichwertig sind und alle Grundkräfte des Menschen betreffen. Des Menschen, dessen Kern göttlich, doch zunächst unter dem Schleier der Maya verborgen ist. Hier liegt die innere Arbeit: allmählich die Fesselung zu lösen, die bei jedem anders aussieht.

Es erleichtert uns die Vorbereitung, wenn __Sie sich t el. unter 030 61203861 oder per E-Mail an tho.mau@web.de anmelden.

Performance zum Kunst- und Kulturfestival >Nacht und Nebel<

3. November 18-20 Uhr und 21-23 Uhr

Performance ‚Zeitfenster‘

Bitte klingeln Sie bei uns, falls Sie Zeit haben. Zeitfenster sind ungenutzte Leerräume. An der Rezeption der temporären Installation können Sie für einen bestimmten Zeitabschnitt verschiedene Zimmer buchen. Dort füllen wir Ihre Zeitfenster in persönlichen Interaktionen mit Ihrer Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft.

Dies ist eine zeitbasierte Performance, die auf der Basis von first-come, first-served stattfindet. Uns steht leider nur eine begrenzte Anzahl von Zeitfenstern zur Verfügung! Wir werden Ihnen sagen, ob es sich lohnt zu warten.

Eine Performance von Mahela Rostek mit Nikolaus Kirstein, Dominik Fraßmann, Anna Weissenfels und Albrecht Fersch.