Portraits Chinois

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2010 gründete Camille Phelep gemeinsam mit Susanna Tiertant, beide Pianistinnen, das Duo Portrait Chinois. Sie spielen – ob auf einem Konzertflügel oder einem Klavier – Klaviermusik zu vier Händen. In ihrer Leidenschaft für diese selten gewordene nicht solistische Vortragsweise spielen sie klassische, romantische, aber auch impressionistische Musik eines Ravel oder Debussy. Das ist eine überraschende Kammermusik ohne Saiteninstrumente. Unter ihren Händen wird sich der vordere Raum der Mainzer7 sozusagen zum Salon verwandeln…

Das ist, in trockenen Worten, was äußerlich passierte. Aber dahinter ist etwas anderes, die Botschaft, das, was uns Camille und Susanna sagen wollen.
Könnte diese Musik ein Baum sein? Und wäre dieser Ton eine Farbnuance, welche wäre es dann? Könnten Melodien sich in eine Blume oder eine Landschaft verwandeln?
Protraits chinois (ein Begriff aus dem französischen für eine charakteristische Beschreibung einer Person/Sache mit Metaphern) schafft es, in unserer Vorstellungskraft das sinnlich Wahrgenommene durcheinander zu wirbeln: Klangfarben werden Farbtöne, und Tonleitern helfen uns, ein buntes Bild zu malen.
Bei diesem Konzert gibt es keine Grenzen zwischen Disziplinen der Kunst. Die Interpretinnen spielen drei Stücke vierhändig, und lesen Gedichte und Märchen vor.

Im Fabelgarten Mauricesavels begegnen wir dem kleinen Däumling auf einem Pfad und steigen auf die Pagode der Kaiserin einLaideronette.
Lasst uns auch die bunten und leidenschaftlichen Landstriche der Musik Robert Schumanns erkunden! Damit entdecken wir die „unter Bluumen versenkten Kanonen“.
Mit Franz Schubert schaffen wir es dann, einen Ozean zu überqueren, auf dem man ein Patschulli-Paarfüm riechen kann, dass an eine einsame verflossene Liebe erinnert.

Ist denn nun Portraits chinois eine Reise in Äußeren oder eine nach innen? Wahrscheinlich eher beides.

Gambas Circus

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2004 lernte die Pianistin Camille Phelep den begabten Clown, Jongleur und Maler Ernesto Lucas kennen. Gemeinsam riefen sie Gambas Circus ins Leben, ein darstellendes Spektakel mit musikalischen Einlagen. Seitdem traten sie mehrmals in Deutschland, aber auch in Luxemburg und Frankreich auf.

Bei mir taucht eine Erinnerung auf, kommt langsam näher. Fast noch ein Kind, ergatterte ich eine Karte für eine Vorstellung des legendären Marcel Marceau. Nach der Vorstellung musste ich einfach zu ihm die Kabine, wollte das Geheimnis herausfinden, wieso Marcel eine Mimik zwischen Lachen und Weinen, fast erstarrt, an sich hatte. Während ich ihm mein Programmheft für ein Autogramm hinhielt und „Ici, s‘il vous plait!“ herausbrachte, wurde doch nichts klarer von seinem Geheimnis. Nur war schon die halbe Schminke ab. Wie wird es bei Ernesto sein?

Ach, es ist ganz anders…

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Was ist „Gambas Circus“?

Ein Klavier in einem Handkoffer, ein Pinsel, der das Akkordeon spielt…. TARAAM!

Gambas Zirkus idochst eine farbenfrohe Explosion von Fantasie, Poesie, Virtuosität und Geist. Eine Geometrie von bewegten Klängen.

Klassische und brasilianische Musik wecken den Clown auf: Mit ihm hüpfen die Bälle, Objekte hängen in der Luft und fallen als Wasserfälle herunter. Diabolos und andere Dinge aus der Zirkuswelt tanzen nach den heißen Rhythmen von Ragtime und traditionellem Jazz. Wenn die Musik etwas zaubert und die Elemente zu Leben erweckt, kann die magische Reise losgehen. Kein Zweifel, deine Imagination wird sich durch diesen künstlerischen Big bang aufladen.

Die beteiligten Poeten: Ernesto Lucas und Camille Pheelep

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Performancefolge:

Jonglieren (Diabolos, massues, Bälle, Ringe, Balancekunststüscke, Kontaktglocke)
Mime
Origamies
Zeichnungen
Improvisationen

Musikalisches Repertoire:

Klavier: klassische Musik, Ragtime, Swing, New Orleans Jazz Form, Improvisation

Akkordeon: traditionelle Musik (Zigeunerwalzer, chorinhos), Swing, Improvisation