Das Ego und das wahre Selbst, Workshop mit Hans Torwesten

Gewöhnlich wird auf das Ego in meditativen Gruppen, vor allem östlicher Prägung, eingedroschen: Es ist der Sündenbock par excellence, den es so schnell wie möglich loszuwerden gilt. Dabei ist die Ich-Werdung im Laufe der geistigen Evolution höchst wichtig – ohne sie ist eine Daseinsbewältigung und eine Orientierung in der Welt kaum möglich.
Nur: ist sie auch schon der Endpunkt der Evolution? Ist das, was da jeden Morgen aufsteht, seinen täglichen Pflichten nachkommt und abends regelmäßig in einen rätselhaften Schlaf versinkt, schon der Weisheit letzter Schluss? Gibt es hinter diesem Oberflächen-Ich, das sich da mühsam von einem Tag zum anderen tastet, nicht noch eine andere Realität – ob wir sie nun das wahre unzerstörbare „Selbst“, den „Atman“, die Buddha-Natur oder den „Grund der Seele“ nennen? Wenn wir uns auf den Grund gehen – was manchmal sehr schmerzhaft sein kann -, stoßen wir zuletzt auf eine Wirklichkeit, die nicht mehr hinterfragbar ist – weil sie nie zum Objekt gemacht werden kann, weil sie schlicht das ist, was wir SIND – jenseits der veränderlichen Gefühle und Gedanken, die entstehen und wieder vergehen. Die Mystiker aller Religionen haben diesen ungeborenen und unsterblichen Grund unserer Existenz erfahren – warum sollten wir es nicht auch können?

Wo: Kulturraum Mainzer7, Mainzer Str.7. 12053 Berlin
U Hermannplatz

Wann: Sa. 19.10.13,19,00 und (bei Bedarf) So. 20.10., 11.00

zur Person: Hans Torwesten ist ein profunder Kenner und Praktizierender der Vedantaphilosophie; er arbeitet augenblicklich an einer neuen Vivekanandabiographie