Arbeitskreis Schulden: die Entmythologisierung des Marktes

 

Es ist offensichtlich, dass die offizielle Politik seit 2008 durch die Finanzkrise trotz aller Statements hindurchstolpert. Durchgreifende Reformen zur Eindämmung des wuchernden Finanzsektors sind nicht in Sicht.
David Graebers Aufsehen erregendes Buch >Schulden. Die ersten 5000 Jahre< weist aus anthropologischer Sicht nach, dass es nicht stimmt, dass am Anfang alles Wirtschaftens der anonyme Tausch am Markt stand. Die Dinge wanderten zwischen den Menschen in unterschiedlicher Weise, eingebettet in die jeweiligen Sitten und Gebräuche. Schenken ohne Geld war an der Tagesordnung. Staaten mit ihren Finanzbedürfnissen, zum Beispiel für Kriege, erzeugten Kredite. Da begann es mit den Schulden. Die Moralität löste sich vom Rückzahlen ab, als die Summen immer mehr die Vorstellungskraft überstiegen und zu abstrakten Größen wurden.

Wir sind heute, als Individuen und als Staatsbürger, unter der Schuldenglocke. Wir erwarten fast nur noch, dass irgend jemand bei der nächsten Schuldenkonferenz das Kaninchen aus dem Hut zaubert, das ganze Staaten rettet… wirklich? Sind wir so naiv? Gibt es da neue Formen von Buchgeld-Halluzinationen, die nur keiner so benennt?

Wer hat Lust und Interesse, bei einem Arbeitskreis auf der Grundlage von Graebers Buch zu eigenen Urteilen über Kredit, Schulden, überhaupt über Wirtschaften als Bürger der Zivilgesellschaft zu kommen?
– Passagen lesen.
– Die Einschüchterung durch undurchschaubare Finanz- und Steuertechniken abbauen.
– Bestehende alternative Banken kennenlernen: Solidarität, Genossenschaftswesen, Bürgschaften, überschaubare Menschengemeinschaften.

Kontakt: Thomas Maurenbrecher, Karen Dahler
Rufen Sie an: 030 61203861
Schreiben Sie eine Mail: tho.mau@web.de oder karenda@web.de