Kunstfestival Nacht und Nebel

5.11.2011 Kunstfestival Nacht und Nebel in Berlin-Neukölln

NACHT UND NEBEL-DANCING Rauminstallation von Dagmar Welz, Gebrauchskünstlerin. Täschli aus Tetra-Pak: sehen, kaufen, öffnen, leeren, auftrennen, säubern, zuschneiden, falzen, kleben, nieten. Tanz durch Netze im versponnenen Raum, Global Grooves mit Djane Zistas, DJ Fritz. Teilnehmende KünstlerIn(nen): Dagmar Welz, Gebrauchskünstlerin Mohan Mukhoty, Objektkünstler DJane Zistas, DJ Fritz N12 Kulturraum Mainzer 7, Mainzer Str. 7

Tage des interkulturellen Dialogs

Interkultureller Dialog im Kulturprojekt >Mainzer7<
Thema: Dialog mit Einwanderer/innen aus der Türkei

Beschreibung: Immer wieder wird gefragt, ob sich die türkischen Gastarbeiter/innen und ihre Familien hier integriert haben oder nicht. Auffällig ist, dass nach 50 Jahren immer noch Artikel in den Medien erscheinen: „Warum ist der Islam so fremd?“
Warum werden Menschen mit Migrationshintergrund selbst in der 3. oder 4. Generation noch von „Deutschen“ unterschieden? Warum halten sich Vorurteile so hartnäckig? Wie können wir offener werden und den kulturellen Reichtum wahrnehmen?

wo: Kulturprojekt >Mainzer7wann: Samstag, 12. November, 18:00 Uhr
Kontakt: Th. Maurenbrecher, Fon 61203861

Hinweis: >Zugehörigkeit und Selbstbestimmung< lautet das diesjährige Thema der Berliner Tage des Interkulturellen Dialogs. Über 60 Organisationen, Institutionen und Vereine haben die Initiative aufgegriffen und werden in den vier Wochen vom 17. Oktober bis 17. November 2011 mehr als 50 Dialogrunden anbieten.. Mehr: www. Tage – des – Interkulturellen – Dialogs.de

 

 

Ausstellung“Mein Stoff für Luxus…“

Ausstellung am 17.6.2011 „Mein Stoff für Luxus…“von Jan Bejsovec

 

 

 

 

 

Zusätzlich findet in den Räumen am 17.6. um 20.00 eine Peromance statt die sich am Festivalthema (2011: Luxus Neukölln) orientiert: „Abseits“ von Jens Reulecke unter Mitwirkung von Florian Erdle, Tabea Gebauer und Britta Schönbrunn. Die Wahrheit ist niemals auf der Oberfläche sichtbar, sondern im Abseitigen verborgen. Unsere performativen Untersuchungen dieser „abseitigen Welt“ führen uns hinein in eine Form des Seins, die hinter der Pose und dem Gewollten existiert. So stellen wir uns einer vorherrschenden Definition von Luxus entgegen, der es vornehmlich um materielle Präsenzen geht. Wir orientieren uns deshalb weder an Vorlagen aus gut konsumierbaren Präsentationen, noch an abgesegneten Vorstellungen, noch an fertigen Produkten. Unser „realer Luxus“ besteht in der Freisetzung von Dingen, die nicht herstellbar sind, weil sie sich ausschließlich ereignen. Die Zielsetzung unserer performativen Arbeit konzentriert sich darauf, eine Freisetzung zu provozieren, so dass sich etwas ereignen kann. Als Mittel dazu dienen uns Körperbewegung, Sound, Videoprojektion (aus Recherchen der Umgebung des Performance-Ortes) und installative Elemente. Unsere Vorgehensweise liegt in der Balance, die sich dem Instinkt anvertraut, um der Wahrheit Platz zu machen, die im „Abseits“ Befindliches erfahrbar macht. Dabei gehen wir improvisativ und ungebunden vor, erkunden, während wir entdecken und Unerwartetes uns überrascht. Genau in diesem Bereich ist unser Blick auf den Luxus anzusiedeln, geht es uns um eine Erfahrung von Fülle, die niemals zu fixieren ist

 

48 Stunden Neukölln – ein Festival

Dieser Festival, das war unser zweiter Höhepunkt nach >Frühlingserwachen< noch Ende März. Viel mehr Aufwand, um organisatorisch rein zukommen – auf die Website des Festivals und was weiß ich wohin. Eine Performance sollte es geben, vorwiegend auf dem Bürgersteig, mit Video. Das bedeutete, einen besonderen Antrag bei der Behörde zu stellen stellen! Wir hätten lieber einen andern Antrag gestellt: dass sich nämlich das Stadtreinigungsamt um die Hinterlassenschaften der kleineren oder größeren Vierbeiner vor unserer Front kümmert… aber das ist wieder private Bürgerpflicht. Die Mühen sind vergessen, es war eine wunderbare Erfahrung, die Räume und das Schaufenster der >Mainzer7< erneut und ganz anders verwandelt zu sehen: mit den gestickten textilen Kunstwerken von Jan Bejšovec, die den Horizont der politischen Konflikte Deutschlands auf überraschende Weise P. Aufreißen, durch die Theaterbühne des farbigen Schattentheaters für Kinder von Jürgen Rassek. Aber die Performance am Freitagabend mit Jens Reulecke, Tabea Gebauer, Florian und Karl auf dem Bürgersteig mit einem ganz verschiedenartigen Sound, den Streifen des kleinen Mikrofons über Stoffe und andere Materialien, dem Einbeziehen der raschelnden Häufchen von kleinen Lindenblättern, dass Schreiten, Sich-Annähern und wieder Lösen – das entführte uns in eine tiefere, archaische Gesten- und Klangwelt. Im Text der Performance >Abseits< hatte es geheißen,: Die Wahrheit liegt unter der Oberfläche. Bei der Lesung von Peter Mannsdorff über >Stille Orte< (die jeder mal aufsuchen muss) und verschiedene andere Verwicklungen ging es häufig heiter zu. Viele Menschen, die sich anhand der Karte zu den locations des Festivals orientierten, kamen herein und schauten sich um. Manche ließen sich auf Gespräche ein, andere wollten vor allem das auf sich wirken lassen, was geboten wurde. Wir konnten schon ein Stück weit Teamgeist entwickeln, uns entdecken – obwohl alles noch neu ist. Aber eine solche Initiative in die Öffentlichkeit zu stellen, das erlebt man im Nachhinein als Kraftzuwachs.