Improtheater, Theatersport – ein Workshop am 4.Juni

Den Raum erkunden, den Körper lockern – die Urteile des Kopfes loslassen… wie geht denn das?
Am Samstag, den 4. Juni, haben wir es zu 8 Personen probiert. Das ging so:
* Aufwärmübungen mit Musik, den Rhythmus in den Füßen
* Durch den Raum gehen, einer sagt ein zweisilbiges Wort, ein anderer schließt an – z.B. Kaffeekanne – Kannengießer
* Alle sitzen an der Wand in einer Reihe. Einer tritt vor und sagt: „Ich bin ein Baum“, macht die entsprechende Geste. Ein anderer tritt hinzu und sagt – mit der entsprechenden Geste : „Ich bin das Blatt“. Der dritte entsprechend: „Ich bin die Blattlaus“
* Sich in zwei Reihen gegenüberstehen: Man geht aufeinander zu, schleudert sich Schimpfwörter wie > Blödmann<, >Dreitagepenner< entgegen. Die Gegenseite zuckt jeweils zurück, geht aber zum Gegenangriff über.
* Verkäufer und Käufer: Der Kunde will was kaufen, der Verkäufer versucht argumentativ und gestisch, ihm das auszureden.
* Gemeinsam auf einer Insel im Pazifik ein Boot aus dem Schuppen holen, auf den Köpfen zum Ufer tragen und zu Wasser lassen, wo keine Steine mehr sind.
* Musik anhören und im Rhythmus dazu an Stellen im Raum gehen.
* Szene mit Tramper, Fahrer im Auto und Beifahrer. Ein Tramper steht an der Straße, steigt ein (auf einen Stuhl) und überträgt seine Stimmung (Traurigkeit, Wut, Freude, Übermut…) auf die beiden anderen. Schließlich steigt der Fahrer aus, der Beifahrer wird zum Fahrer, der Tramper zum Beifahrer… ein neuer Tramper mit anderer Stimmung taucht auf.
* Begrüßung und Schlusskommentar zum Workshop in der eigenen Fantasiesprache ausdrücken

Wir möchtenim Herbst einem weiteren Workshop anbieten. Wer hat Interesse?

 

 

 

farbiges Schattentheater mit Jürgen Rassek

Wir haben neulich im Café Tasso auf der Frankfurter Straße zum ersten Mal erlebt, wie es aussieht und sich anhört, wenn das farbige Schattentheater losgeht. Es ist eine einfache Szene mit kleinen Figuren, die an Stöcken geführt werden in dem Fall – ich glaube, das Stück hieß > Der gereimte Löwe< – ging es um das Gespräch zwischen einem Tausendfüßler, dem Vierbeiner fehlten, und einem Käfer, nämlich einem Skarabäus.
Das Gespräch war sehr witzig, und es sah sehr anregend, sprich: poetisch, aus, wenn die beiden Tiere in der einfachen Landschaft miteinander sprachen.
Besonders schön fand ich, dass keine übertriebenen Effekte da waren, sonderndas viel Raum blieb, in dem die Kinder, die zuschauen, mit ihrer eigenen Fantasie in Bewegung kommen können.
Demnächst, während des Festivals 48h Neukölln, werden in der > Mainzer7< mehrmals solche anregenden Schattenspiele zu sehen sein.